Verbraucherdatenschutz

Datenschutz bei QUADRESS - Ganz transparent!

QUADRESS bekennt sich zum Verbraucher- und Datenschutz – ganz konsequent und transparent! Im Folgenden finden Sie einigen wichtige Informationen zu diesem Thema, die wir kurz zusammengefasst haben:

1. Die derzeitige Situation, Dialogmarketing und Verbraucher

Die aktuelle Diskussion um eine Verschärfung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) wurde ausgelöst durch die kriminellen Machenschaften (unberechtigte Abbuchungen von Privatkonten) einzelner unseriöser Firmen.

Die Bundesregierung plant nun, die Gesetze so zu verschärfen, dass die komplette werbetreibende Wirtschaft in ihrer Arbeit extrem eingeschränkt wird, obwohl deren Arbeit niemals die Grundlage für die vergangenen Datenskandale war.

Derzeit ist die Lage so geregelt:

Versandhandels-Bestandskunden:

Sie erhalten Werbung von Versandhändlern, bei denen Sie bereits Kunde sind. Für Sie hat dies viele Vorteile:

  1. Kataloge und besondere Angebote kommen unaufgefordert per Post zu Ihnen.

  2. Sie können in Ruhe zu Hause die Angebote vergleichen und prüfen und Ihre Kaufentscheidung treffen.

  3. Bestellungen bekommen Sie direkt ins Haus geliefert, ohne Stress und ohne Parkplatzprobleme.

  4. Sie entscheiden ob Sie die Ware behalten möchten, falls nicht senden Sie diese einfach zurück.

Neukundengewinnung:

Aktive Variante

  1. Sie planen eine Neuanschaffung (Auto, Möbel, Küche etc.). Sie fordern sich Unterlagen per Post von verschiedenen Herstellern an.

  2. Auch hier können Sie jederzeit durch eigene Vergleiche eine persönliche Vorauswahl treffen.

  3. Sie prüfen und informieren sich in aller Ruhe und treffen dann Ihre persönliche Entscheidung.

  4. Sie gehen keinerlei Kaufverpflichtungen ein.

Versandhandels-Bestandskunden

Passive Variante

Ihnen wird personalisierte Werbung zu neuen Dienstleistungen oder Waren zugesendet. Sie haben diese Werbung nicht selber angefordert.

  1. Falls das Angebot Sie interessiert, können Sie weiteren Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen.

  2. Haben Sie kein Interesse, entsorgen Sie die Werbung über das Altpapier, damit ist Ihnen kein Schaden entstanden.

Sie möchten keine persönliche Werbung erhalten? Dann tragen Sie sich in den sog. Robinsonlisten ein. Mit diesen Listen gleichen alle seriösen werbetreibenden Unternehmen Ihre Daten ab.

Fazit:

Seriöse Unternehmen sind darauf aus, Kundenbindungen zu pflegen und Neukunden zu gewinnen.

Die Annahme eines Angebotes obliegt immer dem Kunden.

Der Missbrauch von persönlichen Daten, der den ursprünglichen Daten-Skandal ins Rollen brachte, ist bereits gesetzlich verboten. Auch nach der geplanten Gesetzänderung werden kriminelle Machenschaften weiterhin möglich sein.

Da seriöse Unternehmen nach der geplanten Gesetzesänderung kaum noch Möglichkeit haben, Neukunden zu gewinnen, steht zu vermuten, dass die Auslöser der Debatte, also unseriöse und kriminelle Unternehmen, ihre Aktivitäten verstärken werden. Folgende Szenarien sind denkbar und wahrscheinlich:

  1. Illegale Datennutzung, zumeist aus dem Ausland, wird zunehmen

  2. Drücker-Kolonnen, die von Haus zu Haus ziehen und Haustürgeschäfte abschließen, werden vermehrt eingesetzt

  3. Überquellende Briefkästen, die unadressierte Werbung (Postwurfsendungen / Flyer, die nach der Gesetzesänderung noch erlaubt ist) in Hülle und Fülle aufnehmen müssen

Für den Verbraucher bedeutet dies, dass Einkäufe in der Zukunft wieder mit wesentlich mehr eigenem Aufwand und höheren Kosten verbunden sein werden:

  1. Einzelhandels-Marathon, um Produkte und Preise zu vergleichen

  2. Informationssuche auf eigene Faust

  3. Abhängigkeit von den Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel

  4. Höhere Preise, da weniger Neukunden geworben werden können

  5. Aktive Zustimmung Ihrerseits, um jeden Versender und Dienstleister die Einwilligung zu erteilen, dass er Sie über Angebote informieren darf

Steht dieser Aufwand im Verhältnis dazu, unerwünschte Briefwerbung über den Papierkorb zu entsorgen?

2. Allgemeine Informationen zum Datenschutz

Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) regelt derzeit, dass folgende persönliche Daten weitergegeben werden dürfen:

  • Name und Adresse
  • Zugehörigkeit zu einer Personengruppe
  • Berufs-, Branchen- oder Geschäftsbezeichnung
  • Geburtsjahr

Ausnahme: Es besteht kein Grund zur Annahme, dass der Betroffene ein schutzwürdiges Interesse am Ausschluss der Übermittlung oder Nutzung seiner Daten hat.

Seit Jahrzehnten haben sich die im DDV e.V. (Deutscher Dialogmarketing Verband) organisierten Unternehmen darüber hinaus freiwillig verpflichtet, die Adressen derjenigen Personen die sich auf den sog. Robinsonlisten eingetragen haben, nicht weiterzugeben.

Seriöse Unternehmen haben darüber hinaus auch in der Vergangenheit keine weiteren persönlichen Daten weitergegeben oder eingekauft. Das Interesse der Werbetreibenden liegt im Aufbau von langfristigen Kundenbeziehungen und Neukundengewinnung, nicht auf illegaler Abzocke.

3. QUADRESS Datenschutz und Selbstverpflichtung

QUADRESS arbeitet nach den Datenschutzrichtlinien des DDV und hat sich einer ISO 9001 - Zertifizierung unterzogen.

Als Mitglied im DDV unterliegt unsere Arbeit strengen Vorgaben zur Qualitätssicherung und zum Datenschutz.

QUADRESS hat sich daneben verpflichtet folgende zusätzliche Ehrenkodizies einzuhalten:

Über die geltenden gesetzlichen Vorschriften hinaus enthalten die Ehrenkodizes konkrete Verpflichtungen auf Einhaltung von Daten- und Verbraucherschutz, Seriosität, Wahrheit und Klarheit, interne Organisationspflichten (z.B. Mitarbeiterschulung und Kontrolle) sowie auf definierte Qualitäts- und Leistungsstandards.

Was niemals geschieht, ist, dass zu Ihrer Adresse sensible Informationen zugespielt werden. Weder Kontonummern, das Einkommen noch sonstige sensible Daten befinden sich jemals in den Datensätzen. Es geht ausschließlich um Adressen! Was QUADRESS macht, ist die statistische Anreicherung der Daten wie: Geschlecht, Alter, Wohnlage etc..

Desweiteren werden alle Daten gegen die Verzeichnisse von Werbeverweigerern (Robinsonlisten), Umzugsdatenbanken und Sterbedateien abgeglichen.

4. Datenskandale und Datenpannen

Innerhalb des vergangenen Jahres wurden verschiedene Datenskandale in der Presse veröffentlich, die die Bundesregierung zur Änderung des Datenschutzgesetzes bewogen haben.

Der Lotto-Skandal

Im Sommer 2008 wurden Berichte veröffentlicht, demnach eine CD-Rom im Umlauf sei, auf der mehr als 17.000 Namen, Geburtsdaten, Adressen, Telefonnummern und Kontonummern von Verbrauchern gespeichert waren. Unter anderem hatte eine als Lottogesellschaft getarnte Firma diese CD-Rom erworben, die Verbraucher angerufen und in mehreren tausend Fällen illegal Geld von deren Kundenkonten abgebucht.

Aktuelle Lage:

Persönliche Daten wie Kontonummern und Geburtstage dürfen nicht weiter gegeben werden. Abbuchungen ohne Vorlage einer Ermächtigung sind nicht erlaubt. Dies ist seit Jahren gesetzlich geregelt.

Fazit:

Die gehandelte CD war illegal, die erfolgten Abbuchungen kriminell. Bestehende Gesetze verbieten beide Aktionen bereits. Eine Verschärfung der Datenschutzgesetze, wie angedacht, hätte diese illegalen Machenschaften nicht verhindert.

T-Mobile Datenpanne

Im August 2008 wurde von folgender Telekom-Panne berichtet:
Daten von mehr als 30 Millionen Mobilfunk-Kunden der Telekom, inklusive Bankdaten, waren mit wenigen Angaben weltweit via Internet abrufbar. Diese Sicherheitslücke wurde von Seiten der Telekom eingeräumt und bestätigt.

Aktuelle Lage:

Persönliche Daten wie Kontonummern und Geburtstage dürfen nicht weiter gegeben werden. Abbuchungen ohne Vorlage einer Ermächtigung sind nicht erlaubt.

Fazit:

Die Datenschutzrichtlinien im Umgang mit Kundendaten sind gesetzlich geregelt. Eine Verschärfung der Datenschutzgesetze, wie angedacht, hätte diese Datenpanne nicht verhindert.

Lidl-Datenskandal

Eine Autofahrerin aus Bochum findet im April 2009 an einer Tankstelle entsorgte Papiere mit Lohnabrechnungen von Mitarbeitern mit Angaben zu Gehalt, Kontodaten Sozialversicherungsnummern. Desweiteren interne Bewertungen von Personal in der Einarbeitungsphase. Namen, Geburtsdaten und privaten Adressen.

Ergänzt waren die Personalakten mit Formularen, in denen die Krankentage der Mitarbeiter protokolliert wurden. Neben dem Namen der Mitarbeiter und der Dauer ihrer Abwesenheit wurde da in einer separaten Spalte auch der "Grund der Krankheit" aufgezeichnet.

Aktuelle Lage:

Der Arbeitgeber darf keine Krankenakte seiner Mitarbeiter führen, dies regeln die Arbeitsschutzgesetze. Die ordnungsgemäße Entsorgung der Personalakten ist ebenfalls gesetzlich geregelt.

Fazit:

Dieser Datenskandal hat mit den Verbraucherschutz-Gesetzen nichts zu tun. Eine Verschärfung der Datenschutzgesetze, wie angedacht, hätte diese Datenpanne nicht verhindert.

Die bekannt gewordenen Fälle von Datenmissbrauch rechtfertigen nicht die geplanten Änderungen, Daten-Kriminalität wird damit nicht verhindert. Um kriminellen Handlungen vorzubeugen sind eine schnelle Ermittlung der Straftäter und eine schnelle und harte Bestrafung erforderlich. Hier gibt es kein Rechtsdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit, das beseitigt werden muss.

5. Verbraucher und Datenweitergabe

Der Umgang mit persönlichen Daten ist in Zeiten von Kundenkarten und Internet seitens der Verbraucher sicherlich sehr viel freizügiger geworden.

Viele Verbraucher bedenken nicht, dass die Eingabe von persönlichen Daten im Internet weitreichend Konsequenzen haben kann.

Weniger vorsichtige Menschen offenbaren sorglos ihr intimstes Privatleben in Chatrooms, Foren, Gästebüchern etc. Lustige Fotos und Video-Clips vom letzten Besäufnis sind schnell online gestellt, aber schwer wieder zu löschen und so noch nach Jahren auffindbar. Das ganze Thema Web 2.0 und soziale Netzwerke wie StudiVz, MySpace.com, Facebook & Co. haben diese Problematik noch potenziert verschärft!

Auch der durchschnittliche Nutzer streut, oft unbewusst, persönliche Daten frei zugänglich über das Netz. Dazu kommen Inhalte, die von Dritten veröffentlicht werden. Personenbezogene Daten werden zum Beispiel über Mitgliedschaften in diversen Organisationen sichtbar, wenn diese Informationen ungeschützt ins Netz stellen.

Das Internet gleicht inzwischen einer gigantischen Personendatenbank mit komfortablen Suchfunktionen.

Jeder Einzelne sollte sich darüber bewusst sein, dass seine persönlichen Informationen weltweit einsehbar sind und man mit diesen Angaben sehr sorgfältig umgehen sollte.

6. Robinsonlisten

Robinsonliste des DDV

Für Verbraucher, die keine Werbung erhalten möchten, gibt es seit über 35 Jahren die Möglichkeit, sich in die sog. Robinsonliste einzutragen. In diese Liste kann sich jeder eintragen lassen, der keine adressierten Werbebriefe von Unternehmen erhalten möchte, bei denen er kein Kunde ist oder ausdrücklich der Zusendung zugestimmt hat.

Variante A: Generelle Ablehnung:

Für Verbraucher, die nach Möglichkeit überhaupt keine Werbebriefe von Firmen erhalten wollen, bei denen sie nicht schon Kunde sind, bzw. mit denen sie nicht schon einmal Kontakt aufgenommen haben.

Variante B: Ablehnung bestimmter Angebotsbereiche

Für Verbraucher, die nach Möglichkeit keine Werbebriefe aus bestimmten Angebotsbereichen erhalten wollen, für die sie sich überhaupt nicht interessieren. Der Verbraucher kann dazu in einer Liste vorgegebener Bereiche diejenigen ankreuzen, aus denen er keine Werbung haben möchte (z.B. Banken, Versicherungen, Automobil, Touristik, Zeitungs-/ Zeitschriftenabonnements usw.).

www.ddv-robinsonliste.de

Robinsonlisten des I.D.I.

Der I.D.I. Verband e.V. ist die gemeinsame Informations- und Schutzgemeinschaft der Internetnutzer in Deutschland und als Träger gemeinnütziger Projekte dem Verbraucherschutz verpflichtet. Verbraucher können sich über den I.D.I sich in weitere Robinsonlisten eintragen und so verhindern, dass sie unerwünschte Briefpost, E-Mail, Telefon, Mobilfunk oder Telefax Werbung erhalten.

Achtung: Nur seriöse Unternehmen gleichen über diese Listen ab! Und das bislang freiwillig, zum Schutz der Verbraucher und im Sinne einer seriösen und zielgerichteten Kundenansprache der werbenden Unternehmen.

www.robinsonliste.de

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Verbraucher- und Datenschutz haben,
nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: info@quadress.de